Das Gefühl, nicht die Kontrolle zu haben, sich aber ständig verantwortlich zu fühlen, ist eine Last, für die es – wenn sie länger andauert – sogar einen Begriff gibt: Erlernte Hilflosigkeit. Im Extremfall, so die Psychologie, kann das zur Entwicklung einer Depression führen. In vielen anderen Fällen ist diese Muster vor allem eines: wahnsinnig anstrengend. Für Betroffene und jene, die dabei zusehen. Was dahinter steckt, warum es vielen so geht und was wir für einander tun können, darum dreht es sich in dieser Podcastfolge.
Wie eine Stubenfliege summt permanent irgendetwas in unserem Kopf und erzeugt eine Grundspannung, die uns schon so lange begleitet, dass wir sie kaum mehr wahrnehmen. Da ist sie trotzdem, liegt uns auf der Seele und kostet uns Energie. Höchste Zeit mal darüber zu reden: Wir stehen unter Druck. Wie wir damit umgehen können und wie es sich anfühlt, wenn der sich lüftet, davon handelt die sechste Folge des Nachtspaziergangs.
Verschwörungserzählungen sind weiter verbreitet und wir empfänglicher dafür, als wir es uns wünschen würden – auch weil sie einen seelischen Nutzen für uns haben. Im letzten Teil der Reihe soll es nun um innere Faktoren gehen, die die Wahrnehmung und damit auch den Erfolg von Verschwörungsmythen auf der öffentlichen Arena, beeinflussen. Am Ende gibt es außerdem einige Tipps, wie wir der Verbreitung von Verschwörungserzählungen entgegnen können.
Das Gefühl, etwas zu verpassen drängelt sich ständig in Tagesplanungen, Social Media Timelines und Telefonate mit Freund:innen. Darüber, woher dieses Gefühl kommt, warum es uns quält und wie es sich mit Corona verändert hat, sinniert dieser Nachtspaziergang. Das Ergebnis: Vielleicht sollten wir gelassen verpassen üben um das, was wir tun, so richtig zu genießen.
Letztlich befriedigt der Glaube an Verschwörungen Bedürfnisse, die wir alle in unterschiedlicher Art und Ausprägung haben. Einfach gesagt: (1) Wir fühlen uns gerne sicher, wissen daher gerne Bescheid, (2) möchten uns in einer Gruppe wohl und manchmal auch überlegen fühlen und (3) brauchen eine Welt, die irgendwie Sinn macht. Das dient dem Selbstwert, der Selbstwirksamkeit und befriedigt unser inneres Herdentier. Was das im einzelnen Bedeutet, habe ich in Teil vier der Reihe über Verschwörungsmythen zusammengefasst.
Gerade getroffene Entscheidungen sind die schönsten und schlimmsten auf einmal. Die schönsten sind sie, weil sie Klarheit schaffen und ein Weiterkommen ermöglichen, die schlimmsten sind sie, da sie (zumindest bei mir) ein Feuerwerk des Zweifelns zünden. Aber zweifeln kann auch schon vor der Entscheidung oder völlig unabhängig vom Entscheiden – in Bezug auf das eigene …
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Schnelle Kommunikationswege, zigfache Vervielfältigung scheinbare Omnipräsenz von Inhalten – das sind wesentliche Katalysatoren von Verschwörungserzählungen. Nach einer ersten Einführung und einer Charakterisierung der Menschen hinter den Mythen, geht es dieses Mal um die Rolle der Medien und ihrer Trolle. Sind sie die Wurzel allen Übels? Im Beitrag über die Herkunft von Verschwörungmythen ist zu lesen, …
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In dieser Nacht backen wir lächelnd Erinnerungs-Croissants. Es geht um Abschied, Trauer, Bewältigung und was wir aus dem Verlust – eines Menschen, einer Beziehung, eines Traumes – über uns und das „danach“ lernen könn(t)en. In der Mitte wird es sehr persönlich und auch sehr deutlich: Ich lese einen Text, der mir wahnsinnig viel bedeutet, in dem es um den Tod eines geliebten Menschen und seine letzte Bitte an mich und alle seine Lieben geht.
In meinem ersten Live-Interview im Deutschlandfunk (Studio 9) durfte ich mit Moderatorin Ute Welty über Twitter und Schlechte Nachrichten sprechen – warum konsumieren wir so gerne Negatives? Was hat die Technik damit zu tun? Wie helfen wir mit angstfrei.news? In sieben Minuten gibt es dazu einige Antworten.
„Verschwörung? Damit hab ich nix am Hut!“ – viele von uns würden diesen Satz sofort unterschreiben. Und doch stimmt er nicht so ganz. Warum gibt’s im Folgenden zu lesen.